Die Zukunftsschmiede geht weiter

Zukunftsschmiede Jugendfeuerwehr. So heißt eine der erfolgreichsten Kampagnen für die Nachwuchsarbeit der Freiwilligen Feuerwehren in Hessen. Erfunden wurde sie 2003 von Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Feick. Der Erfolg lässt sich messen: Während viele Wehren ausbluten, ist im Kreis eine Stabilisierung bis hin zu Zuwächsen zu erkennen. Die Redner einer Veranstaltung im Landratsamt in Kranichstein waren jetzt voll des Lobes für Feick. Er wurde mit der goldenen Floriansmedaille des Landesjugendfeuerwehrverbands ausgezeichnet.
Vorangegangen war eine Laudatio, die sich Feicks Stellvertreter Jochen Strebelow und Frederick Schmitt teilten. Sie arbeiteten nicht nur Feicks Amtsführung heraus, sondern auch seine Neigung fürs Präfix »Mega-« und das Postfix »-event«. Dementsprechend sind etliche »Events« der Kampagne ziemlich »mega« - angefangen vom Megabild, auf dem sich eine Hundertschaft junger Feuerwehrleute zum Logo der Kreisjugendwehr formiert, über Megazeltlager und Megabanner bis zum neuesten Instrument für Mitgliederwerbung: dem Megaordner, der das bisherige 28-seitige Arbeitsheft ablöst und auf 169 Seiten ein gewichtiger Leitfaden ist.
Geschrumpft ist einzig die Grundsatz-Präsentation der Kampagne, von 16 auf fünf Minuten, einem Trend zu weniger Text und dramatischeren Bildern folgend. Die drei Megabanner, aus einem Grundstock von 150 Fotos entwickelt, zeigen die Jugendfeuerwehr in Plakatwandgröße - mal spritzig im Einsatz, mal lächelnd, zum Beispiel zum doppelsinnigen Slogan: »Helfen kann Jeder!«
Die Entrollung dieser Banner war ein Event für sich. Lob und Dank gab es von Brandinspektor Ralph Stühling und Ex-Landrat Alfred Jakoubek, der jetzt in den Diensten der Sparkasse steht. Die Erste Beigeordnete Rosemarie Lück schilderte, dass ihr die Feuerwehren zwar stets wichtig erschienen, dass sie deren Bedeutung aber erst in jüngster Zeit im direkten Kontakt voll ermessen könne.
Als Zugabe erläuterte Feick gegen Ende das Konzept eines Abrollcontainers, der je zur Hälfte aus Lager und Büro für die Mitgliederwerbung besteht und 2011 mit Unterstützung etlicher Sponsoren für 25 000 Euro Wirklichkeit wird. »Es ist aber ein Container mit normalen Maßen, kein Mega-Container«, stellte Kreisbrandinspektor Stühling fest.
Die Materialien der Zukunftsschmiede sind im Internet unter www.kjf-dadi.de zu finden.
mit freundlicher Genehmigung des Darmstädter Echo
Online-Bericht auf www.echo-online.de Bildershow Zukunftskampagne Teil IV