Kreisjugendfeuerwehr – Die junge Carina Hoeft ist seit Kurzem im Führungstrio „Wenn ich was mache, bin ich hundertzwanzigprozentig dabei“, sagt Carina Hoeft. Die junge Frau sprüht vor Begeisterung für ihre Ehrenämter bei der Feuerwehr. Beim Gespräch im Kompetenzzentrum der Kreisjugendfeuerwehr spricht sie vom „super Teamgeist der 69 Jugendfeuerwehren“ (vier davon in Darmstadt), von aktuell 1011 Mitgliedern.
„Ich war 13, als eine Freundin anregte, bei der Wehr Griesheim mitzumachen. Erst war’s das rote Auto, das ich toll fand, außerdem die Technik, die Wasserschläuche“, sagte sie dem ECHO. Heute sei die Feuerwehr für sie ein Verein gesellschaftlichen Engagements, eine Gemeinschaft, in der sie Sinnvolles tun könne und Kameradschaft erlebe. „Wir sind kompetent und wir können uns aufeinander verlassen“, sagt sie.
Hört man Carina Hoeft zu, erlebt ihre lebendige Gestik und ihr frisches Lachen, wundert’s nicht, dass die 100 Delegierten aus 69 Wehren sie ohne Gegenstimme zur stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwartin gewählt haben. „Ich war keine Unbekannte“, gibt sie sich selbstbewusst. Sie habe die Jugendfeuerwehr Griesheim geleitet und die Vernetzung als Fachbereichsleiterin für Lehrgänge und Seminare im Kreisjugendfeuerwehrausschuss vorangetrieben. „Es ist unsere Aufgabe, zu motivieren und mitzureißen“, erzählt Carina Hoeft.
„Schnittstelle zu sein“ sei eine Funktion, die ihr liege, erklärt sie. Nach dem Abitur hat sie IT-Kauffrau gelernt, später das Studium Informations- und Wissensmanagement draufgesattelt. „Jetzt netzwerke ich im Kreishaus Kranichstein, hole die Leute als IT-Projektmanagerin an einen Tisch“, sagt sie und strahlt Begeisterung aus. Nützlich sei es, dass ihr damit die Belange des Kreises vertraut seien. „Ich bin dicht dran.“ Das wirke auf die Kreisjugendfeuerwehr zurück und öffne Türen. Außerdem habe ihr Arbeitgeber „Respekt vor meinem Leben mit dem Piepser“. Da müsse es bei Einsätzen schnell gehen – „und weg bin ich“, fügt sie hinzu. 95 Prozent der Feuerwehrleute kommen aus der Feuerwehrjugend, weiß Carina Hoeft. „Quereinsteiger sind selten. Wir wollen Kinder und Jugendliche früh begeistern, mit Schulen verstärkt kooperieren. Wir müssen in eigener Sache werben“, unterstreicht sie. Und: „Wir bräuchten mehr Frauen bei der Feuerwehr. Etepetete darf man nicht sein, muss auch mal zupacken.“ Andererseits: Die Ausgehuniformen der Feuerwehrfrauen seien auf Figur geschnitten. Hoeft: „Da ist auch Schick angesagt.“ Mit freundlicher Genehmigung des Darmstädter Echo