Nachtwanderung des Bezirk II in Raibach Die Jugendfeuerwehren des Bezirks II, bestehend aus den Jugendfeuerwehren der Gemeinde Otzberg und der Stadt Groß-Umstadt, trafen sich am Freitag den 05.11.2010 zur Nachtwanderung. Um 17:30 Uhr starteten die ersten Mannschaften im 10 Minuten Takt in das immer dunkler werdende Raibach. Warm eingepackt, mit Warnwesten bestückt und mit Taschenlampen in der Hand brachte man etwas Licht ins Dunkel. Anhand einer Karte mussten die Jugendlichen fünf Spielstationen finden, die in und um Raibach verteilt waren.
Vom Feuerwehrhaus ging es in Richtung eines Bauernhofes. Hier fand auch gleich das erste Spiel statt. Auf einem Reitplatz war ein Parcours der besonderen Art aufgebaut. Mit einem Glaswasser in der Hand ging es über einen großen Strohballen, danach auf einen Baumstamm. Wenn man das hinter sich hatte, mussten die Jugendlichen durch eine Betonröhre krabbeln. Hier hatten aber ganz klar die etwas kleineren Jugendlichen einen großen Vorteil, auch deswegen, weil so mancher Großer gar nicht durch die Röhre passte. Nach der Röhre ging es noch auf eine große Wippe. Das Glas musste anschließend über eine Bank geschoben werden. Zum Schluss noch über eine liegende Leiter laufen und dann so schnell wie möglich wieder zurück.
Das nächste Spiel war auch mal etwas anderes. Es musste gekegelt werden, aber hierzu hatte man keine Kugel sondern einen Gummistiefel. Der Stiefel musste aus einem gewissen Abstand auf die Kegel geworfen werden. Aber jeder der denkt, dass geht doch ganz einfach, sollte es einmal ausprobieren. Durch die Form des Stiefels eierte dieser in der Luft und man konnte nicht genau zielen und so gingen auch ein Paar Stiefel ins Leere. Aber ob man jetzt traf oder nicht, es ging trotzdem weiter zum nächsten Spiel.
Jetzt musste man das mittlere Spiel erst einmal finden. Da der Spielort nämlich etwas versteckt war, lief so manch eine Jugendfeuerwehr daran vorbei. Aber früher oder später fanden es alle, auch nach etwas suchen. Wer das Spiel dann endlich gefunden hatte, konnte erstmal aufatmen, denn es gab einen Klassiker zu spielen, nämlich Darts. Man merkte schon, wer bei sich in der Jugendfeuerwehr manchmal Darts spielt. Aber hier gingen auch ein paar Pfeile daneben. Zentral im Ort wartete das vierte Spiel auf die Mannschaften. Schnell und geschickt musste man sein. So schnell wie es geht, mussten die Jugendlichen vier Saugschläuche zusammenbauen und dann so schnell wie es geht wieder abbauen. Da hier so viele Jugendliche, wie man wollte, einsetzen durfte, gab es hier sehr viel verschiedenen Taktiken. Nach dem die Jugendlichen diese Aufgabe schnell oder langsam erfüllt hatten, ging es für sie zum letzten Spiel. Als eine leichte Steigung überwunden war, war man auch schon dort. In einem abgesteckten Gebiert mussten zwei Jugendliche vier feuerwehrtechnische Geräte finden. Wenn sie diese gefunden hatten, mussten zwei andere Jugendliche die Gegenstände mit verbundenen Augen erraten. Aber nicht nur das erraten von den Geräten war schwer, sondern auch das finden. Da die Gerätschaften in einer Wiese versteckt waren, in der das Gras etwas höher stand und es dazu noch dunkel war, war dies wirklich nicht einfach.
Zuletzt musste nur noch das Feuerwehrhaus in Raibach wieder gefunden werden. In der ausgeräumten Fahrzeughalle konnte man sich dann endlich mal wieder hinsetzen und etwas trinken und essen. Dies galt aber nur für die Jugendlichen, denn ein Betreuer jeder Jugendfeuerwehr musste noch einmal ran. Es ging in einen Nebenraum, indem der Betreuer einen Fragebogen ausfüllen musste. Dieser hatte aber nichts mit Feuerwehr zu tun, sondern mit Autos. Es mussten zu jedem Buchstaben im Alphabet ein Autokennzeichen erraten werden. Wissen Sie z.B. was das Kenzeichen AA heißt oder Y? Manchen Betreuern ging es da wie Ihnen, denn sie wussten es nicht und mussten raten. Allerdings gab es auch Betreuer, die früher Autokennzeichenraten im Auto gespielt hatten. Für sie war es dann nicht mehr so schwer. Übrigens das Kenzeichen AA gehört zu Aalen und das Kenzeichen mit dem Y gehört zur Bundeswehr.
Nach der Auswertung der Spiele begann dann auch die Siegerehrung. Hierzu durften die Jugendfeuerwehren die Ortsvorsteherin Andrea Fischer begrüßen, die auch stellvertretend für den verhinderten Bürgermeister Joachim Ruppert ein Grußwort überbrachte. Weiterhin war auch der stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart Frederik Schmidt anwesend, der die Grüße der Kreisjugendfeuerwehr überbrachte. Der Stadtbrandinspektor Stephan Teich ließ es sich aber natürlich auch nicht nehmen ein kurzes Grußwort zu sprechen. Nach den Grußworten standen die Sieger der Nachtwanderung fest. Es gewann die Jugendfeuerwehr Richen vor Dorndiel und Hering. Hier noch einmal alles Gute zum Erfolg. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch mal bei der Jugendfeuerwehr Raibach bedanken, die seit der Wiederaufnahme der Jugendfeuerwehr vor 2 ½ Jahren ihre erste Bezirksveranstaltung ausgerichtet hat. Die Veranstaltung war sehr gut organisiert.