Die Suchfahrt des Bezirks II fand am Samstag den 30. Mai in Groß-Umstadt statt. Die Jugendfeuerwehr Umstadt plante im diesem Jahr die Spiele und die Route, bei der die Jugendfeuerwehren aus der Gemeinde Otzberg und der Stadt Groß-Umstadt ihren Spürsinn für das richtige Ziel und die richtigen Koordinaten unter Beweis stellen mussten. Um 12 Uhr ging es ohne große Worte los. Im 10 Minuten-Takt fuhren die Jugendfeuerwehren in zwei verschiedene Richtungen los. Es mussten fünf Spielstationen in der Umgebung anhand von einer Karte und Koordinaten gefunden werden. Wie sich aber noch rausstellen sollte, war es nicht so leicht wie in den letzten Jahren, die Koordinaten zu finden. Außerdem gab es noch für alle einen Fragebogen für unterwegs. Noch am Startpunkt wurden die ersten Koordinaten ausgelesen und man wusste, wo es hin ging. Oder auch nicht? Das erste Spiel fand in Schaafheim statt. Hier fanden auch alle Jugendfeuerwehren hin, aber wo genau, das war die Frage. Es standen einige am Schwimmbad andere beim Roten Kreuz, aber weit und breit war keine Spielestation zu finden. Wo war das Spiel? Beim Bezirkssprecher stand das Telefon nicht mehr still. Alle wollten wissen, wo das Spiel ist. Nach mehreren Telefonaten stand fest, die Koordinate war falsch aufgeschrieben worden. Nach dem das klar war, war auch klar wo es hin ging und das Spiel am Sportplatz wurde gefunden. Am Sportplatz musste mit einer Kübelspritze ein Kasten Cola mit Wasser gefüllt werden. Natürlich musste man das ganze aus zwei Metern Entfernung machen und man durfte nicht mit dem Fuß über die Linie kommen. Mmhhhhh mit dem Fuß nicht über die Linie kommen?? Da haben ein paar Jugendfeuerwehren natürlich genau hin gehört und haben sich so hingelegt, dass die Füße zwar hinter der Linie waren, aber der Rest vom Körper in Richtung des Kasten lag, so dass man nur noch die Hälfte an Entfernung hatte. Da kann man nur sagen: Clever. Danach ging es nach Hergershausen zur Schule, aber vorher musste man wieder die Koordinaten lesen. Dann war es auch schon wieder soweit, das Telefon klingelte wieder beim Bezirkssprecher, der ziemlich bald am durchdrehen war und nicht mehr musste wo vorne noch hinten war. Die Jugendfeuerwehren kamen nämlich schon wieder nicht da an, wo sie sollten. Die meisten haben es dann aber ohne Hilfe irgendwie geschafft an die zweite Spielstation zu kommen. Auch hier stellte sich heraus, dass die Jugendfeuerwehren Koordinaten zwar richtig lesen konnten, aber auch hier die Werte falsch waren. Beim zweiten Spiel musste Wasser von A nach B transportiert werden. Natürlich war das auch nicht so einfach wie es sich anhört. Das Wasser musste mit einem Helm der Löcher hatte durch einen Parcour mit verschiedenen Hindernissen, wo es rauf und runter ging, getragen werden. Am Ziel musste man dann das Wasser auf zwei Gelbe Säcke schütten, die dann das Wasser in einen Eimer leiteten. Hier war aber Eile geboten, denn nicht nur das Wasser lief einem weg, sondern auch die Zeit. Die dritte Koordinate verriet einem dann den Weg zum dritten Spiel. Aber nachdem eine Jugendfeuerwehr, wie schon so oft an diesem Tag, den Bezirkssprecher anrief und sagte das der Feldweg auf dem sie sind erstens für ihr Feuerwehrauto nicht zugelassen sei und dieser hier auch irgendwo in der Landschaft aufhörte, war dieser Fall auch ganz schnell klar. Auch diese Koordinaten waren falsch. Aber nichts desto trotz suchten alle weiter nach der dritten Spielstation. Der Spielplatz in Eppertshausen wurde auch von jeder Jugendfeuerwehr gefunden. Dort musste man einen Tischtennisball durch einen Schlauch befördern, natürlich so schnell wie es nur geht, denn da war auch wieder die Zeit, die es zu schlagen ging. Von Eppertshausen ging es dann nach Dieburg an den Skaterplatz zur vierten Spielestation. Natürlich musste auch hier nach Koordinaten gefahren werden, aber wie schon alle vermuteten, waren diese Koordinaten auch völlig falsch. Der Bezirkssprecher freute sich mal wieder über viele Anrufe und versuchte dann auch jedem zu erklären, wo der Fehler bei allen Koordinaten lag. Es wurden nämlich immer zwei Werte vertauscht und so konnte das nichts werden. Aber auch nach Dieburg haben alle gefunden. Hier wurde Schlauchkegeln gespielt. Mit einem Schlauch mussten die Kegel, die aus Wasserflaschen bestanden, umgekegelt werden. Das war aber nicht so einfach wie es sich jetzt an hört. Ganz viele trafen nichts, manche trafen ein wenig und nur wenige trafen ganz viel. Von hier aus ging es dann ohne Koordinaten und weitere Telefongespräche weiter nach Groß-Umstadt ans Feuerwehrhaus. Hier mussten zum Schluss Saugschläuche auf Zeit in einem Kreis zusammen gekuppelt werden. Da musste dann das gelernte aus den Übungsstunden unter Beweiß gestellt werden. Was sich auch bei allen durchaus sehen lassen konnte. Alle Jugendfeuerwehren fanden den Weg wieder zurück und waren auch bei allen Spielen heil angekommen. Im diesem Jahr macht quasi die Suchfahrt ihrem Namen alle Ehre, man musste nämlich wirklich mal suchen, auch ohne Koordinaten. Ich hoffe, dass allen die Suchfahrt in diesem Jahr Spaß gemacht hat und möchte allen Jugendfeuerwehren für ihre Teilnahme danken, auch wenn in diesem Jahr alle Koordinaten, die der Bezirkssprecher raussuchte, falsch waren bzw. die Ost- und Nordwerte vertauscht hatte. Der Bezirkssprecher wird sich dieses Thema noch einmal sehr genau in seinen Unterlagen ansehen oder sogar mal eine Kartekundelehrgang in Kassel machen. Auf diesem Weg möchte ich mich noch einmal bei der Jugendfeuerwehr Umstadt für die tolle Durchführung bedanken. Zum Schluss war es dann soweit, es ging zur Siegerehrung. Jetzt wurde es noch einmal spannend, wer hat gewonnen? Zur Freude des anwesenden Bürgermeisters Joachim Ruppert gewann die Jugendfeuerwehr Richen vor Dorndiel und Nieder-Klingen. Alles Gute den Gewinnern und die Moral von der Geschicht: Bezirkssprecher und Koordinaten, das ist nichts. Bezirkssprecher, Bezirks II Christian Karn