Der Feuerwehr im Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Kreisjugendfeuerwehr ist es gelungen, das Freiwillige Soziale Jahr bei der Feuerwehr als bundesweites Pilotprojekt einzurichten. Der Feuerwehr im Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Kreisjugendfeuerwehr ist es gelungen, das Freiwillige Soziale Jahr bei der Feuerwehr als bundesweites Pilotprojekt einzurichten. „Damit erhalten fünf junge Frauen und Männer die einzigartige Gelegenheit, sich in einem vielseitigen Verband beruflich zu orientieren“, freut sich Landrat Alfred Jakoubek über diesen Erfolg. Je nach Neigungen und Interessen könnten die FSJler in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederpflege, Bildungsarbeit, Verwaltung, aber auch in der Fahrzeugtechnik oder Elektronik eingesetzt werden. Sie fänden bei der Feuerwehr eine Lernumgebung aus hochmotivierten ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern vor, so der Landrat. „Jenseits persönlicher Schwerpunktsetzungen und Vorlieben werden die FSJler beim Gerätewart und in der Jugendfeuerwehr hospitieren, damit sie grundlegend die klassische Feuerwehrarbeit kennenlernen“, erläutern Kreisbrandinspektor Ralph Stühling und Manuel Feick, Kreisjugendfeuerwehrwart. Ebenso gehöre dazu, Jugendfreizeiten vorzubereiten, Seminare mit zu gestalten und bei der Brandschutzerziehung mitzuwirken. Darüber hinaus müssten 25 Tage beim Bund der deutschen Katholischen Jugend in Mainz absolviert werden, der - da er über ein entsprechendes Zertifikat verfügt - die Trägerschaft für das FSJ-Projekt übernommen hat. Die Feuerwehren Dieburg, Pfungstadt, Weiterstadt und Seeheim-Jugenheim nehmen je einen FSJler ab dem 1. August 2008 für ein Jahr in ihre Obhut. Auch haben sich die entsprechenden Kommunen bereit erklärt, Teile der Verwaltungsarbeit zu übernehmen und bei Bedarf für die jungen Leute Ansprechpartner zu sein. Bewerberinnen und Bewerber sollen mindestens 18 und höchstens 27 Jahre alt sein. Sie müssen bereit sein, an einem Feuerwehr-Grundlehrgang im Landkreis Darmstadt-Dieburg teilzunehmen und Feuerwehr-Einsatzdienste zu übernehmen. Im Gegenzug erhalten sie Taschen- und Verpflegungsgeld und werden zur Sozialversicherung angemeldet. Diese Kosten in Höhe von rund 50.000 Euro übernimmt das Land Hessen. Hochschulen erkennen das Freiwillige Soziale Jahr als Praktikum an, gleichzeitig gilt es auch als Ersatz für den Zivildienst. Bewerbungsunterlagen können bis zum 15. Juni unter www.bistummainz.de eingereicht werden. Weitere Informationen erteilt Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Feick unter E-Mail kjfw(at)kjf-dadi.de. Die Idee zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr entstand im Zuge der prämierten und bundesweit beachteten Kampagne der Kreisjugendfeuerwehr „Zukunftsschmiede Jugendfeuerwehr“, die im Jahr 2004 startete und nach 2006 nun in die dritte Neuauflage geht. Im Rahmen dieser Kampagne konnte die Jugendfeuerwehr des Landkreises neue Mitglieder gewinnen und ihren Bekanntheitsgrad weiter erhöhen. jj