Grund zur Hoffnung gibt die Mitgliederentwicklung der Jugendfeuerwehren des Landkreises und der Stadt Darmstadt aus dem Jahr 2007. Erstmalig nach einer sechs Jahre andauernden Talfahrt waren zum Ende des Vorjahres wieder mehr Mitglieder in den Jugendfeuerwehren aktiv als im Jahr zuvor. Grund zur Hoffnung gibt die Mitgliederentwicklung der Jugendfeuerwehren des Landkreises und der Stadt Darmstadt aus dem Jahr 2007. Erstmalig nach einer sechs Jahre andauernden Talfahrt waren zum Ende des Vorjahres wieder mehr Mitglieder in den Jugendfeuerwehren aktiv als im Jahr zuvor. DARMSTADT-DIEBURG. Nachdem die Mitgliederzahlen in den Jugendfeuerwehren des Landkreises Darmstadt-Dieburg und der Stadt Darmstadt nunmehr sechs Jahre in Folge gesunken sind, sind sie im Jahr 2007 erstmalig wieder gestiegen. Die Zahl der Austritte konnte im Vergleich zum Vorjahr um 30% auf 143 reduziert werden, 255 Neueintritte und 108 Übernahmen in die Einsatzabteilungen waren zu verbuchen gewesen. Somit sind derzeit 1 177 Jugendliche, das sind 16 mehr als ein Jahr zuvor, in den Jugendfeuerwehren des Landkreises und in denen der Stadt Darmstadt aktiv. „Damit ist ein Etappensieg erreicht, der uns endlich wieder etwas Luft gibt“, sagte Kreisjugendfeuerwehrwart Manuel Feick vor 135 Delegierten der 72 Mitgliedsjugendfeuerwehren und zahlreichen Ehrengästen im Rahmen der diesjährigen Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt-Dieburg am gestrigen Samstag (23.) in der Schaafheimer Kulturhalle. Neben den statistischen Eckdaten umriss Feick die zahlreichen Aktivitäten der Kreisjugendfeuerwehr im vergangenen Jahr. So gab es neben dem Kerngeschäft einige Highlights aufzuzählen, wie beispielsweise das Megazeltlager in Mühlheim, zu dem rund 3 500 Jugendliche aus den fünf südhessischen Landkreises angereist waren, das 30-jährige Bestehen der Kreisjugendfeuerwehr - mit dessen Feierlichkeit einmal mehr der Stellenwert der Jugendfeuerwehr hervorgehoben werden konnte - sowie die Indienststellung des neuen Mannschaftstransportfahrzeuges. Auch die Zeitschrift der Kreisjugendfeuerwehr, die „Feuer und Flamme“ war aufwendig novelliert worden. Im Ausblick auf das laufende Jahr kündigte der Kreisjugendfeuerwehrwart an, die Kreisjugendfeuerwehr werde eine Arbeitsgruppe, die sich umfassend mit dem Übergang der Jugendlichen in die Einsatzabteilung befassen werde, gründen. Es könne heute nicht mehr darum gehen, wie man in 20 Jahren ein Löschfahrzeug beschaffen könne, es müsse darum gehen wer dieses Löschfahrzeug in 20 Jahren bedienen wird. Um die Mitgliederzahlen in den Jugendfeuerwehren, die zu mehr als 95% das Fundament des ehrenamtlich geführten Brand- und Katastrophenschutzes bilden, zu festigen und – entgegen der demographischen Bevölkerungsentwicklung wieder steigern zu können - ist es für die Jugendfeuerwehren unerlässlich das vorhandene Potential bei den Mädchen zu nutzen. Umso erfreulicher ist es, dass das Amt der Fachgebietsleiterin für Mädchen und Jugendforum, welches zwei Jahre unbesetzt war, nun wieder besetzt werden konnte. Mit Bettina Klein (Hergershausen), die seit dem Jahr 2005 bereits sehr engagiert das Amt der Kreisjugendsprecherin ausführte, konnte eine kompetente Besetzung gefunden werden, die von den Delegierten einstimmig gewählt wurde. Auch neu besetzt werden konnte das Amt des Bezirkssprechers des Bezirks II (Jugendfeuerwehren der Kommunen Groß-Umstadt und Otzberg) mit Christian Karn, der das Amt seit Herbst 2007 bereits kommissarisch begleitete. Auch Ehrungen standen auf der Tagesordnung der Versammlung: Für jeweils mindestens 10-jährigem besonderen Engagement wurden Peter Löbig und Thorsten Löbig (beide Münster) und Stefan Poth (Georgenhausen) jeweils die Ehrenmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Silber verliehen. Für den größten Mitgliederzuwachs im kreisweiten Vergleich wurde die Jugendfeuerwehr Weiterstadt ausgezeichnet, die ihren Mitgliederbestand von 20 auf 32 Jugendliche steigern konnte. Die meisten Übernahmen in die Einsatzabteilung verzeichneten die Jugendfeuerwehren Griesheim und Seeheim mit jeweils fünf Nachwuchsfeuerwehrleuten. Mit den Auszeichnungen für die Jugendfeuerwehren ist unter Anderem jeweils ein Gutschein für die Jugendarbeit verbunden. Zu den Gästen zählten der Hausherr Bürgermeister Reinhold Hehmann, Landrat Alfred Jakoubek, der Bundestagsabgeordnete Andreas Storm (CDU), Bundestagsabgeordnete Patricia Lips (Bundestagsabgeordnete), Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU), die SPD-Landtagsabgeordneten Heike Hofmann und Patrick Koch, der Erste Kreisbeigeordneter Klaus-Peter Schellhaas, SDP-Kreistagsfraktionsvorsitzende Dagmar Wucherpfennig, CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Siegfried Sudra, sowie zahlreiche Feuerwehr-Führungskräfte des Landkreises Darmstadt-Dieburg.