MÜNSTER. Zur Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt-Dieburg kamen am Samstag rund 240 Mitglieder und Gäste in der Kulturhalle Münster zusammen. Auf der Tagesordnung standen neben dem Rückblick auf die Veranstaltungen und Seminare im vergangenen Jahr auch Reden einiger Gäste aus der Politik sowie Mitgliederehrungen. Vor allem der Mitgliederschwund war zentrales Thema der Redebeiträge. MÜNSTER. Zur Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt-Dieburg kamen am Samstag rund 240 Mitglieder und Gäste in der Kulturhalle Münster zusammen. Auf der Tagesordnung standen neben dem Rückblick auf die Veranstaltungen und Seminare im vergangenen Jahr auch Reden einiger Gäste aus der Politik sowie Mitgliederehrungen. Vor allem der Mitgliederschwund war zentrales Thema der Redebeiträge. „Die Jugendfeuerwehren bilden zu mehr als 95 Prozent das Fundament für die Zukunft des ehrenamtlichen Brand- und Katastrophenschutzes“, sagte Manuel Feick in seinem Bericht zum Jahr 2006. Der Kreisbrandmeister und Kreisjugendfeuerwehrwart des Landkreises Darmstadt-Dieburg bedauerte die seit nunmehr sechs Jahren rückläufigen Mitgliederzahlen. Zum Jahresende wurden 1169 Mitglieder gezählt. Trotz großer Anstrengungen der Jugendfeuerwehr-Führungskräfte seien 208 Jugendliche ausgetreten. Mehr als die Hälfte von ihnen begründete ihren Austritt damit, kein Interesse mehr zu haben. Auch Landrat Alfred Jakoubek bezeichnete den Mitgliederschwund als „eine Sache, die man ernst nehmen muss“. In der heutigen Zeit gebe es zahlreiche Freizeitangebote für Jugendliche und somit Alternativen zur Jugendfeuerwehr. Daher sei es wichtig, junge Leute für ehrenamtliches Engagement und Gemeinschaftsgefühl zu begeistern. Sozialministerin Silke Lautenschläger betonte, dass Jugendfeuerwehren vor allem aus kleineren Orten nicht wegzudenken seien. „Was wäre eine Gemeinde ohne Feuerwehr?“, ergänzte Walter Blank, Bürgermeister von Münster. „Wir wären arm dran.“ Unterstützung wurde den ehrenamtlichen Helfern sogar direkt aus Berlin zugesichert. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries sagte, dass der Austausch mit der Politik wichtig sei, um die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement zu verbessern, denn „es muss ja auch Spaß machen.“ Der Staatssekretär im Bundeswissenschaftsministerium, Andreas Storm (CDU), der im vergangenen Jahr eine Abordnung der Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis nach Berlin eingeladen hatte, würdigte die Jugendarbeit, die hier geleistet wird. Sie sei effektiv und intensiv und habe mittlerweile sogar bundesweit Aufmerksamkeit erweckt. Die Bundestagsabgeordnete Patricia Lips schloss sich ihrem Parteifreund an und lud Mitglieder der Jugendwehren für dieses Jahr in die Bundeshauptstadt ein. Viel Lob erhielten die Vertreter der Jugendfeuerwehren für ihren unermüdlichen Einsatz in der Jugendarbeit. Insgesamt 60 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit hätten die Führungskräfte für Aktivitäten und Ausbildung der Jugendlichen aufgewendet. Erfreuliche Nachrichten bekamen die Feuerwehrkameraden des Landkreises von Landrat Alfred Jakoubek: So sei sowohl die Finanzierung zur Anschaffung eines neuen Mannschaftswagens als auch die Finanzierung des Megazeltlagers 2007 sichergestellt. Eine Belohnung für die ehrenamtlichen Helfer und eine weitere Motivation, ihre Arbeit auch im laufenden Jahr fortzusetzen. Ehrungen für die Übernahme der meisten Jugendfeuerwehrmitglieder in die Einsatzabteilung sowie den höchsten Mitgliederzuwachs wurden den Jugendfeuerwehren Wixhausen und Otzberg-Lengfeld überreicht. Auszeichnungen für die Förderung der Jugendarbeit erhielten Thomas Luibrand von der Jugendfeuerwehr Griesheim und Matthias Müller, Jugendwart der Jugendfeuerwehr Stettbach. Die Jugendfeuerwehr Altheim hatte den angemessenen Rahmen für diese Veranstaltung geschaffen, bei der das Ehrenamt gewürdigt wurde. Und für alle Teilnehmer galt, was Manuel Feick bereits zu Beginn gesagt hatte: „Da könnt ihr euch ruhig auch mal selbst auf die Schultern klopfen.“ Mit freundlicher Unterstützung des Darmstädter Echo Ausgabe vom 27.02.2007