„Ohne unsere Frauen wäre die Situation dramatisch“, sagt Klaus-Adam Schäfer, Sprecher der 84 Feuerwehrvereine in Darmstadt-Dieburg. 35 000 Mitglieder und 2666 Aktive hat der Kreisfeuerwehrverband zurzeit. „Ohne unsere Frauen wäre die Situation dramatisch“, sagt Klaus-Adam Schäfer, Sprecher der 84 Feuerwehrvereine in Darmstadt-Dieburg. 35 000 Mitglieder und 2666 Aktive hat der Kreisfeuerwehrverband zurzeit. Anfang der achtziger Jahre waren es noch zehn Prozent mehr. Fast überall haben die freiwilligen Feuerwehren Nachwuchssorgen. Landesweit ist der Trend sogar noch deutlicher: In den beiden vergangenen Jahrzehnten hat Hessen fast ein Drittel seiner aktiven Feuerwehrleute verloren. Vor allem im strukturschwachen Norden bluten die Vereine aus. Schäfer: „Die Bequemlichkeit nimmt leider zu.“ Darmstadt-Dieburg stemmt sich mittlerweile offensiv gegen diese Entwicklung. Eine eigene Imagekampagne für die Feuerwehr-Jugend, Nachwuchs-Aktionen und Wettbewerbe wie die Leistungsspange sollen den Mitgliederschwund langfristig stoppen. Schließlich waren 90 Prozent aller erwachsenen Brandbekämpfer schon als Jugendliche mit Helm und Schlauch unterwegs. Quereinsteiger sind selten. Zwischen Babenhausen und Griesheim ist die Trendwende mittlerweile eingeläutet. Schäfer: „Die Mitgliederzahlen steigen langsam wieder an.“ Auf der Nachwuchsarbeit soll daher auch weiterhin ein Hauptaugenmerk liegen. Etwa mit dem geplanten „Megazeltlager II“. Vom 16. bis 19. August 2007 treffen sich in Mühlheim am Main rund 3500 Jugendfeuerwehrmitglieder aus ganz Südhessen zu gemeinsamen Übungen, einem Weltrekordversuch und einer Karaoke- und Disco-Show. Die erste Auflage des Megazeltlagers im Sommer 2000 hatte den Jugendfeuerwehren in der Region einen regen Zulauf beschert und die Kameradschaft untereinander gestärkt. (kth) Mit freundlicher Unterstützung des Darmstädter Echos