Zur Mitgliederversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt-Dieburg versammelten sich am Samstag, den 18. Februar 2006 129 Delegierte aus den 74 Jugendfeuerwehren des Landkreises und der Stadt Darmstadt im Bürgerhaus des Babenhäuser Stadtteils Harreshausen. BABENHAUSEN. Zur Mitgliederversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Darmstadt-Dieburg versammelten sich am Samstag (18.) 129 Delegierte aus den 74 Jugendfeuerwehren des Landkreises und der Stadt Darmstadt im Bürgerhaus des Babenhäuser Stadtteils Harreshausen. Von einem Besonderen und von einem Jugendverband ausgehend einzigartigen Engagement zeugte der Jahresbericht des Kreisjugendfeuerwehrwartes Manuel Feick. Neben einer Vielzahl von Veranstaltungen, die die Kreisjugendfeuerwehr für die Jugendfeuerwehren und die Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Betreuer ausrichtete, setzte sie sich in großem Maße für die Festigung der Mitgliederzahlen in den Jugendfeuerwehren des Kreises ein. Mit der Kampagne „Zukunftsschmiede Jugendfeuerwehr“ wolle man die Jugendfeuerwehren aktiv noch mehr zusammen führen und die Schlagkraft der Jugendfeuerwehren auf das Eindrucksvollste in der Öffentlichkeit präsentieren, so Feick. Im vergangenen Jahr habe man dazu zum Beispiel mit 900 Jugendlichen und Betreuern das Logo der Kreisjugendfeuerwehr lebendig nachgestellt, was bereits in wenigen Wochen der neue Aufmacher in der Nachwuchsgewinnung sein wird, so Feick weiter. Dass sich die Jugendfeuerwehren im Landkreis weiter im Aufwind befinden, zeigte auch der 27. Kreisjugendfeuerwehrtag in Groß-Umstadt, der mit über 1.000 Teilnehmern der Größte in der Geschichte der Kreisjugendfeuerwehr war. Zum Ende des abgelaufenen Jahres waren 1.258 Jugendliche in den 74 Jugendfeuerwehren aktiv, 55.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit wurden von den Verantwortlichen vor Ort geleistet. Kritik übte Feick an der Einführung der so genannten „Ehrenamtscard“. Diese Karte, die Vergünstigungen für ehrenamtlich Tätige in Bereichen des privaten Lebens schaffe, übertreffe die Vergünstigungen der „Jugendleitercard“, die für Jugendfeuerwehrwarte in den Jugendfeuerwehren vergeben wird bei Weitem. Aufgrund der stark limitierten Anzahl an verfügbaren Ehrenamtscards, seien diese nicht für alle Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer habhaft. Man sei nicht gegen die Ehrenamtscard, jedoch müsse dann die Jugendleitercard im Gegenzug in Ihrer Wertigkeit angeglichen werden, alles andere sei schlichtweg ungerecht, betonte Feick und forderte die anwesenden Vertreter der Politik zum Handeln auf. Kreisbrandinspektor und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, Ralph Stühling, hob in seiner Ansprache die enorme Anzahl der Übernahmen von den Jugendfeuerwehren in die Einsatzabteilungen hervor - die Jugendfeuerwehren seien ein stabiler Unterbau für die Einsatzabteilungen. Weiterhin würdigte er die Arbeit des Kreisjugendfeuerwehrausschusses und fand auch kritische Worte für die Differenzen zwischen der Ehrenamtscard und der Jugendleitercard. Auch Landrat Alfred Jakoubek, der es sich trotz der Vielzahl an Terminen im Kommunalwahlkampf nicht nehmen ließ seine Jugendfeuerwehren zu besuchen, hob die besondere Bedeutung der Jugendfeuerwehren hervor, gerade auch im Hinblick auf die vielfältigen „Konkurrenzangebote“ für Jugendliche. Weiterhin sicherte er besondere Unterstützung bei der Durchführung des im Jahr 2007 anstehenden Megazeltlagers der Südhessischen Jugendfeuerwehren zu. Viel Lob und Anerkennung fand sich auch in den Grußworten von Landesjugendfeuerwehrwart Robeer Steinerbrunner, den Bundestagsabgeordneten Patricia Lips und Andreas Storm, sowie der Landtagsabgeordneten Heike Hoffmann und des Babenhausener Bürgermeisters Reinhard Rupprecht. Zum Zeichen der besonderen Wertschätzung wurde der Kreisjugendfeuerwehrausschuss von den Bundestagsabgeordneten Frau Lips und Herrn Storm jeweils für eine fünftägige Reise nach Berlin eingeladen. Die Kassenprüfer Jürgen Möckel und Michael Rüd bescheinigten dem Kassenwart Frank Hippich eine äußerst vorbildliche Kassenführung und führten die Entlastung des Kreisjugendfeuerwehrausschusses herbei. Unter dem Tagesordnungspunkt „Ehrungen“ wurde für seinen unermüdlichen und langjährigen Einsatz um die Jugendarbeit, zunächst als Betreuer, Jugendfeuerwehrwart und heute Kreisjugendfeuerwehrwart und Kreisbrandmeister Manuel Feick von Landesjugendfeuerwehrwart Steinerbrunner mit der Floriansmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Silber ausgezeichnet. Bei den anstehenden Neuwahlen wurde der gesamte Kreisjugendfeuerwehrausschuss, mit der Ausnahme des Schriftführers, einstimmig wieder gewählt. Aus dem Amt des Schriftführers scheidet Olaf Gries aus Bickenbach, der nach dreijähriger Amtszeit in der Erwartung seines ersten Kindes nicht mehr zur Wahl stand. Ebenfalls einstimmig wurde Marco Becker, Stadtjugendfeuerwehrwart der Stadt Groß-Umstadt neu in das Amt des Schriftführers gewählt. Pressespiegel: Pressebericht Darmstädter Echo vom 27.02.2006